Institut für Mathematik Humboldt Universität zu Berlin

Prüfungsordnung
für den Bachelorstudiengang Mathematik (mit Lehramtsoption)

 

 

Gemäß § 17 Abs. 1 Ziffer 1 Vorläufige Verfassung der Humboldt-Universität zu Berlin (Amtliches Mitteilungsblatt der HU Nr. 08/2002) hat der Fakultätsrat der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät II am 30.08.2004 folgende Prüfungsordnung erlassen:[1]

 

Inhaltsverzeichnis

 

Teil I:     §   1  Geltungsbereich

              §   2  Studienbeginn

              §   3  Regelstudienzeit und Studienpunkte

              §   4  Anrechnung von Studienzeiten sowie Anerkennung von Studien- und Prü-

                       fungsleistungen

              §   5  Studienaufenthalte im Ausland

Teil II:    §   6  Prüfungsausschuss

              §   7  Prüferinnen oder Prüfer und Beisitzerinnen oder Beisitzer

              §   8  Regelung zum Nachteilsausgleich

              §   9  Zulassungsvoraussetzungen für die Modulabschlussprüfungen

              § 10  Mündliche Prüfungen

              § 11  Schriftliche Prüfungen

              § 12  Durchführung, Art und Umfang der Bachelorprüfung

              § 13  Bestehen und Nichtbestehen

              § 14  Freiversuch

              § 15  Wiederholbarkeit von Modulabschlussprüfungen

              § 16  Modulabschlussbescheinigungen

              § 17  Zulassungsvoraussetzung und Zulassung zur Bachelorarbeit

              § 18  Bachelorarbeit

              § 19  Thema, Begutachtung der Bachelorarbeit

              § 20  Wiederholung der Bachelorarbeit

              § 21  Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

 

Teil III:   § 22  Benotungen

              § 23  Begründungspflicht von Prüfungsentscheidungen; Gegenvorstellungsverfah-

                      ren

              § 24  Bildung der zusammengefassten Gesamtnote der Bachelorprüfung unter Be-

                      rücksichtigung des Kernfaches, des Zweitfaches und der Berufswissenschaf-

                      ten/Berufs(feld)bezogenen Zusatzqualifikation

              § 25  Zeugnis und „Diploma Supplement“

              § 26  Akademischer Grad und Urkunde

              § 27  Ungültigkeit der Bachelorprüfung

              § 28  Einsicht in die Prüfungsakten

              § 29  In-Kraft-Treten

 

Anlage 1: Übersicht über die Module und die dazugehörigen Modulabschlussprüfungen

Anlage 2: Diploma-Supplement (deutsch, englisch)

 

Teil I

 

§ 1 Geltungsbereich

 

Diese Prüfungsordnung gilt in Verbindung mit der Studienordnung für den Bachelorstudiengang Mathematik (mit Lehramtsoption). Sie stellt zusammen mit der genannten Studienordnung sicher, dass das Studium im genannten Studiengang einschließlich der Anfertigung der Bachelorarbeit innerhalb der Regelstudienzeit vollständig abgeschlossen werden kann.

 

§ 2 Studienbeginn

 

Der Studienbeginn für das Bachelorstudium ist in der Studienordnung für den Bachelorstudiengang Mathematik (mit Lehramtsoption) festgelegt.

 

§ 3 Regelstudienzeit und Studienpunkte

 

Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Bachelorarbeit drei Jahre (6 Semester). Jedes dieser Semester hat einen Umfang von 30 Studienpunkten (SP). Das Studium umfasst eine Gesamtleistung von 180 Studienpunkten.

 

§ 4 Anrechnung von Studienzeiten sowie Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen

 

(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen werden von den zuständigen Prüfungsausschüssen aufgrund der Übereinstimmung der Prüfungsfächer nach Maßgabe der folgenden Absätze anerkannt.

(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in demselben (Teil-) Studiengang an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Nicht bestandene Prüfungsleistungen sind bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen.

(3) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denen des neu gewählten Studienganges im Wesentlichen entsprechen. Hierbei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Anstelle der studienbegleitenden Prüfungen können in begründeten Ausnahmefällen andere Prüfungen anerkannt werden, soweit die Gleichwertigkeit nachgewiesen wird. Nicht bestandene Prüfungsleistungen sind bezüglich der Wiederholbarkeit von Prüfungsleistungen anzurechnen.

(4) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen, die in Studiengängen an Hochschulen außerhalb des Geltungsbereichs des Grundgesetzes erbracht wurden, sind auf Antrag nach Maßgabe der von der Kultusministerkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen anzuerkennen. Wenn solche nicht vorliegen, entscheidet der Prüfungsausschuss im Benehmen mit der zuständigen Stelle der Zentralen Universitätsverwaltung. Im Übrigen kann bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden. Zur Förderung des internationalen Austausches ist bei der Anerkennung im Ausland erworbener Leistungen im Zweifel zu Gunsten der Studierenden zu entscheiden.

(5) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Abs. 2 und 3 entsprechend.  Abs. 3 gilt außerdem für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen an Fach- und Ingenieurhochschulen oder Offiziershochschulen der ehemaligen DDR.

(6) Werden Studien- und Prüfungsleistungen angerechnet, so sind die Noten - soweit die Systeme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe der Prüfungsordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei unvergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk „bestanden“ aufgenommen.

(7) Einschlägige berufspraktische Tätigkeiten werden nach Maßgabe der jeweiligen Prüfungsordnung anerkannt.

(8) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Abs. 2 bis 5 besteht ein Rechtsanspruch auf Anrechnung. Die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die im Geltungsbereich des Grundgesetzes erbracht wurden, erfolgt ohne Gleichwertigkeitsprüfung. Die Anerkennung einer Prüfungsleistung in einem Wahlpflichtfach oder einem Wahlfach gemäß Abs. 2 und 3 erfolgt dann, wenn das Wahlpflichtfach bzw. das Wahlfach nach Studiengang- bzw.  Hochschulwechsel beibehalten wird. Die für die Anerkennung gemäß Abs. 2 und 3 erforderlichen Unterlagen sind von den Studierenden beim zuständigen Zwischenprüfungsausschuss bzw. Prüfungsausschuss vorzulegen.

(9) Für Studiengänge mit Zulassungsbegrenzung auch in höheren Fachsemestern richtet sich der Zugang zu diesen höheren Fachsemestern nach den Bestimmungen des Berliner Hochschulzulassungsgesetzes.

 

§ 5 Studienaufenthalte im Ausland

 

(entfällt)

 

Teil II

 

§ 6 Prüfungsausschuss

(1) Für den Bachelorstudiengang Mathematik (mit Lehramtsoption) wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Er wird durch den Fakultätsrat eingesetzt, besteht aus fünf Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:

- drei Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer,

- ein(e) akademische(r) Mitarbeiterin oder Mitarbeiter,

- eine Studentin oder ein Student, die oder der das Basisstudium des Bachelorstudiums bzw. das Grundstudium erfolgreich abgeschlossen hat.

(2) Der Prüfungsausschuss wählt eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und eine Stellvertreterin oder einen Stellvertreter. Beide müssen Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer sein.

(3) Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre. Für Studierende beträgt die Amtszeit in der Regel ein Jahr. Eine Wiederwahl ist möglich. Die Mitglieder des Ausschusses üben ihr Amt nach Ablauf einer Amtsperiode weiter aus, bis Nachfolgerinnen oder Nachfolger gewählt worden sind und diese ihr Amt angetreten haben. Der Fakultätsrat kann mit der Mehrheit der Mitglieder vor Ablauf der Amtszeit einen anderen Prüfungsausschuss bestellen.

(4) Der Prüfungsausschuss kann durch Beschluss Zuständigkeiten auf die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und deren Stellvertreterin oder dessen Stellvertreter übertragen.

Der Prüfungsausschuss:

-        bestellt die Prüferinnen oder Prüfer,

-        achtet darauf, dass die Prüfungsbestimmungen eingehalten werden,

-        organisiert die Prüfungen,

-        berichtet regelmäßig dem Fakultätsrat über die Entwicklung der Prüfungs- und Studienzeiten,

-        entscheidet über die Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen,

-        gibt Anregungen zur Studienreform und legt die Verteilung der Prüfungs- und Gesamtnoten offen.

(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, bei der Abnahme der Prüfungen zugegen zu sein.

(6) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind zur Amtsverschwiegenheit verpflichtet. Sofern sie nicht dem öffentlichen Dienst angehören, sind sie durch die Vorsitzende oder den Vorsitzenden entsprechend zu verpflichten.

 

§ 7 Prüferinnen oder Prüfer und Beisitzerinnen oder Beisitzer

 

(1) Zu Prüferinnen oder Prüfern werden Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer und habilitierte akademische Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter bestellt. Davon abweichend dürfen nichthabilitierte akademische Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter und Lehrbeauftragte zu Prüferinnen und Prüfern nur bestellt werden, soweit sie zu selbständiger Lehre berechtigt sind und wenn Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer oder habilitierte akademische Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter für Prüfungen nicht zur Verfügung stehen. Studienbegleitende Prüfungen (Modulabschlussprüfungen) können auch von den jeweiligen Lehrkräften abgenommen werden. Zur Beisitzerin oder zum Beisitzer wird nur bestellt, wer die entsprechende Prüfung oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.

(2) Die Ausgabe des Themas für die Bachelorarbeit sowie die Betreuung und Bewertung kann nur Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrern bzw. habilitierten akademischen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern übertragen werden.

(3) Mündliche Prüfungen werden von einer Prüferin oder einem Prüfer und einer Beisitzerin oder einem Beisitzer abgenommen.

(4) Sind mehrere Mitglieder des Lehrkörpers in einem Fach prüfungsberechtigt, so hat der Prüfling ein Vorschlagsrecht. Zuvor versichert sich der Prüfling der Zustimmung der vorgesehenen Prüferin oder des vorgesehenen Prüfers. Vom Vorschlag des Prüflings soll nur in begründeten Fällen abgewichen werden. Grund hierfür kann insbesondere Überlastung einer Prüferin oder eines Prüfers sein.

 

§ 8 Regelung zum Nachteilsausgleich

 

Weist eine Studentin oder ein Student nach, dass er oder sie wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Beeinträchtigungen bzw. Behinderungen nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen und Studienleistungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen, legt der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag in Absprache mit der Studentin oder dem Studenten und der Prüferin dem Prüfer Maßnahmen fest, wie gleichwertige Prüfungsleistungen und Studienleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder in anderer Form erbracht werden können.

 

§ 9 Zulassungsvoraussetzungen für die Modulabschlussprüfungen

 

Die Teilnahme an den Modulabschlussprüfungen bedarf der Anmeldung im Prüfungsamt innerhalb der dafür vorgesehenen Fristen. Gegebenenfalls erforderliche Prüfungsvorleistungen sind nachzuweisen. Die Meldefristen sind Ausschlussfristen. Die Ausschlussfrist für die Rücknahme einer Prüfungsanmeldung endet eine Woche vor dem jeweiligen Prüfungstermin. Für die Einhaltung der Fristen sind die Studierenden verantwortlich.

 

§ 10 Mündliche Prüfungen

 

(1) Durch mündliche Prüfungen soll der Prüfling nachweisen, dass er die Zusammenhänge des Prüfungsgebietes erkennt und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag.

(2) Mündliche Prüfungen haben eine Dauer von 20 bis 40 Minuten.

(3) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der mündlichen Prüfungsleistungen sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Ergebnis ist dem Prüfling im Anschluss an die mündlichen Prüfungsleistungen bekannt zu geben.

(4) Der Prüfling ist berechtigt, eine Person seines Vertrauens zur Prüfung mitzubringen. Diese Person hat jedoch kein Rederecht während der Prüfung und hat auch nicht das Recht an der Beratung der Prüfungsergebnisse teilzunehmen, es sei denn, sie wird von der Prüferin oder dem Prüfer darum gebeten. Studierende, die sich in einem späteren Prüfungszeitraum der gleichen Prüfung unterziehen wollen, sollen nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse als Zuhörer zugelassen werden, es sei denn, der Prüfling widerspricht. Die Zulassung erstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse. Des Weiteren sind mit Zustimmung des Prüflings nach Maßgabe der räumlichen Gegebenheiten Angehörige der Humboldt-Universität zu Berlin an der jeweiligen Prüfung als Zuhörer zuzulassen. Die Zulassung der Öffentlichkeit erstreckt sich nicht auf die Beratung der Prüfungsergebnisse und die Beurteilung der Prüfungsleistungen. Wohnen einer Prüfung Zuhörer bei, so ist dies im Protokoll zu vermerken. Die Öffentlichkeit kann wegen Beeinträchtigung der Prüfung oder auf Wunsch des Prüflings durch die für die Prüfung Verantwortlichen ausgeschlossen werden. Eine Fortsetzung oder Wiederholung findet in diesem Fall ohne Zuhörer statt.

 

§ 11 Schriftliche Prüfungen

 

(1) In den schriftlichen Prüfungen soll der Prüfling nachweisen, dass er in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln mit den gängigen Methoden seines Faches Aufgaben lösen und Themen bearbeiten kann. Dem Prüfling können Themen zur Auswahl gegeben werden.

(2) Schriftliche Prüfungen haben eine Dauer von 45 bis 120 Minuten.

(3) Schriftliche Prüfungen, deren Bestehen Voraussetzung für die Fortsetzung des Studiums ist, sind bei Bewertung mit der Note 5 von einer zweiten Prüferin bzw. einem zweiten Prüfer zu bewerten. Die Note ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen.

(4) Das Bewertungsverfahren soll vier Wochen nicht überschreiten.

 

§ 12 Durchführung, Art und Umfang der Bachelorprüfung

 

Die Bachelorprüfung besteht aus den Modulabschlussprüfungen der in § 5 der Studienordnung genannten Module. Die Prüfungen werden studienbegleitend durchgeführt.

 

§ 13 Bestehen und Nichtbestehen

 

(1) Jede Modulabschlussprüfung muss bestanden sein.

(2) Setzt sich die Modulabschlussprüfung aus Teilprüfungen zusammen und wird eine Teilprüfung nicht bestanden, so ist die Modulabschlussprüfung in der nicht bestandenen Teilprüfung zu wiederholen.

 

§ 14 Freiversuch

 

(1) Der Freiversuch soll dazu dienen, das Studium zu beschleunigen. Er kann nur innerhalb der Regelstudienzeit genutzt werden.

(2) Der Freiversuch ermöglicht über die in den §§ 15 Absatz (1) und 19 Absatz (6) vorgesehene Wiederholung von Prüfungen hinaus zusätzlich eine Wiederholung zwecks Notenverbesserung. Bei der Verteidigung der Bachelorarbeit kann darüber hinaus zusätzlich eine zweite Wiederholungsprüfung wahrgenommen werden. Eine bestandene Prüfung kann nur im Rahmen des Freiversuchs einmal wiederholt werden. Ein Freiversuch zum Zwecke der Notenverbesserung kann nicht zur Notenverschlechterung führen.

(3) Nach Abschluss des Bachelorstudiums in der Regelstudienzeit kann innerhalb von zwei Wochen der Freiversuch schriftlich beantragt werden. Im Antrag sind die den Freiversuch betreffenden Prüfungen zu nennen. Innerhalb von drei Monaten sind diese zu absolvieren.

 

§ 15 Wiederholbarkeit von Modulabschlussprüfungen

 

(1) Nicht bestandene studienbegleitende Prüfungen können zweimal wiederholt werden.

(2) Der Prüfungsausschuss stellt sicher, dass die Studentin oder der Student die erste Wiederholung der jeweiligen Modulabschlussprüfung spätestens vor Beginn der Vorlesungszeit des auf die nicht bestandene Prüfung folgenden Semesters, die zweite Wiederholung spätestens mit Ende der Vorlesungszeit des auf die nicht bestandene Prüfung folgenden Semesters aufnehmen kann.

 

§ 16 Modulabschlussbescheinigungen

 

Nach dem erfolgreichen Abschluss jedes Moduls des Basis- und Vertiefungsstudiums wird vom Prüfungsamt die Modulabschlussbescheinigung ausgestellt. Aus dieser Bescheinigung gehen die besuchten Lehrveranstaltungen, die darin erbrachten Studienpunkte und die Modulnote hervor.

 

§ 17 Zulassungsvoraussetzung und Zulassung zur Bachelorabeit

 

(1) Die Zulassung zur Bachelorarbeit ist nach dem erfolgreichen Abschluss aller Module des Basisstudiums und eines Moduls des Vertiefungsstudiums beim Prüfungsausschuss schriftlich zu beantragen. Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

ein Nachweis darüber, dass die Antragstellerin oder der Antragsteller an der Humboldt-Universität im Bachelorstudiengang  Mathematik (mit Lehramtsoption) immatrikuliert ist,

  die Modulabschlussbescheinigungen der Module des Basisstudiums und eines Moduls des

    Vertiefungsstudiums bzw. als gleichwertig anerkannte Leistungen,

  eine Erklärung darüber, ob die Antragstellerin oder der Antragsteller bereits eine Bachelorarbeit in demselben Studiengang an einer anderen Hochschule endgültig nicht bestanden hat oder sich in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet.

(2) Über die Zulassung zur Bachelorarbeit entscheidet der Prüfungsausschuss.

 

§ 18 Bachelorarbeit

 

(1) In der Bachelorarbeit soll innerhalb einer vorgegebenen Frist die Befähigung zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten durch die schriftliche Darstellung und Bearbeitung einer Problemstellung aus dem Bereich der Mathematik nachgewiesen werden.

(2) Die Bachelorarbeit wird in der Regel in deutscher Sprache verfasst. Über Ausnahmen ent-scheidet der Prüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag.

(3) Die Bachelorarbeit soll einen Umfang von etwa 20 Seiten nicht überschreiten. Sie ist in dreifacher Ausfertigung beim Prüfungsausschuss einzureichen. Sie ist mit Seitenzahlen, einem Titelblatt, einem Inhaltsverzeichnis und einem Verzeichnis der verwendeten Quellen und Hilfsmittel zu versehen. Stellen in der Arbeit, die den verwendeten Quellen und Hilfsmitteln wörtlich oder sinngemäß entnommen sind, müssen unter Angabe der Quelle(n) und/oder der/des Hilfsmittel(s) gekennzeichnet sein. Auf der letzten Seite ist von der Verfasserin oder vom Verfasser der Arbeit zu versichern, dass diese selbstständig verfasst worden ist und dabei keine anderen Quellen und Hilfsmittel als die angegebenen verwendet worden sind.

(4) Die Bearbeitungszeit beträgt 8 Wochen. Diese Zeitbefristung beginnt mit dem Tag nach der Themenvergabe. Das Thema und der Zeitpunkt der Ausgabe sind aktenkundig zu machen. Die Einhaltung oder Überschreitung dieser Frist wird durch direkte Einreichung der Arbeit beim Prüfungsausschuss oder bei Zusendung durch das Datum des Poststempels festgestellt und aktenkundig gemacht. Bei Fristüberschreitung gilt die Bachelorarbeit als nicht bestanden.

(5) Die Bearbeitungszeit kann auf Antrag des Prüflings aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, um höchstens 3 Wochen verlängert werden.

(6) Im nachgewiesenen Krankheitsfall (ärztliches Attest) oder wegen eines anderen zwingenden Grundes kann die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses auf Antrag eine angemessene Verlängerung der Zeitbefristung vornehmen.

 

§ 19 Thema, Begutachtung der Bachelorarbeit

 

(1) Das Thema für die Bachelorarbeit wird aus dem Kernfach vergeben.

Die Themenstellung erfolgt durch die fachlich zuständigen Hochschullehrerinnen oder Hoch-schullehrer und habilitierten akademischen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter. Das Thema ist so zu begrenzen, dass die Bearbeitungszeit eingehalten werden kann. Die Themenstellung ist durch den Prüfungsausschuss zu bestätigen und aktenkundig zu machen.

Den Studierenden ist Gelegenheit zu geben, eigene Themenvorschläge zu machen. Der Vorschlag begründet keinen Anspruch.

(2) Das Thema der Bachelorarbeit kann mit nachvollziehbarer Begründung einmal zurückgegeben werden. Die Themenrückgabe kann nur innerhalb einer Frist von 14 Tagen nach Ausgabe des Themas erfolgen und ist innerhalb der genannten Befristung dem Prüfungsausschuss schriftlich anzuzeigen.

(3) Die Bachelorarbeit ist in der Regel von zwei Prüferinnen oder Prüfern selbständig zu bewerten. Darunter soll die Betreuerin oder der Betreuer der Bachelorarbeit sein. Eine Bachelorarbeit mit zwei Bewertungen „fail/nicht bestanden (4,1-5,0)“ gilt als nicht bestanden. Ist eine Bewertung „fail/nicht bestanden (4,1-5,0)“ und die andere Bewertung besser, muss ein weiteres Gutachten eingeholt werden. Auf der Grundlage der dann vorliegenden drei Bewertungen entscheidet der Prüfungsausschuss endgültig.

(4) Das Bewertungsverfahren soll vier Wochen nicht überschreiten. Die Gutachten und ein Exemplar der Bachelorarbeit sind Bestandteil der Prüfungsakte.

(5) Der Prüfling erläutert seine Arbeit in einer öffentlichen Verteidigung. Das Ergebnis der Verteidigung wird in die Bewertung der Bachelorarbeit einbezogen.

(6) Wurde die Bachelorarbeit positiv bewertet, so findet eine Verteidigung vor einer Prüfungskommission statt, die vom Prüfungsausschuss eingesetzt wird und aus mindestens einer Prüferin oder einem Prüfer und einer Beisitzerin oder einem Beisitzer besteht. Die Verteidigung soll spätestens vier Wochen nach Abgabe der Arbeit stattfinden, wobei der Prüfungsausschuss Ausnahmen zulassen kann. Die Verteidigung beginnt mit einem Vortrag des Prüflings über den Inhalt seiner Bachelorarbeit. Die Dauer des Vortrags soll mindestens 15 Minuten betragen. Im Anschluss daran stellt sich der Prüfling in einer Diskussion Fragen der Prüfungskommission, die sich auf die Arbeit beziehen sollten. Der zweite Teil soll 20 Minuten nicht überschreiten. Danach bewertet die Prüfungskommission die Verteidigung mit einer Note, welche dem Prüfling am Ende bekannt zugeben ist. Wurde die Verteidigung bestanden, d. h. mindestens mit der Note „sufficient/ausreichend (4,0)“ bewertet, so wird die endgültige Beurteilung der Bachelorarbeit nach der Formel: viermal Note der Bachelorarbeit + einmal Note der Verteidigung geteilt durch fünf festgelegt. Wurde die Verteidigung nicht bestanden (Note 5,0), so kann sie auf Antrag einmal wiederholt werden, wobei der Prüfungsausschuss eine andere Prüfungskommission bestellen kann.

 

§ 20 Wiederholung der Bachelorarbeit

 

(1) Eine nicht bestandene Bachelorarbeit kann ein Mal wiederholt werden. Eine zweite Wiederholung ist ausgeschlossen. Fehlversuche an anderen Universitäten im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden angerechnet.

(2) Wird die Bachelorarbeit wiederholt, ist spätestens 3 Monate nach dem Bescheid über die endgültige Note für die eingereichte erste Arbeit mit der Erstellung einer zweiten Bachelorarbeit zu beginnen. § 18 (6) findet entsprechend Anwendung.

 

§ 21 Versäumnis, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß

 

(1) Eine Prüfungsleistung gilt als ”fail/nicht bestanden (4,1 - 5,0)”, wenn der Prüfling zu dem angesetzten Termin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Abnahme einer Prüfung ohne triftige Gründe zurücktritt.

(2) Die für das Versäumnis oder den Rücktritt geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuss unverzüglich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest vorzulegen. Die Entscheidung über die Anerkennung oder Nicht-anerkennung der geltend gemachten Gründe wird dem Prüfling vom Prüfungsausschuss mitgeteilt. Werden die Gründe für das Versäumnis oder den Rücktritt anerkannt, wird ein neuer Termin festgelegt. Bereits vorliegende Leistungen sind in diesem Fall anzuerkennen.

(3) Versucht der Prüfling das Ergebnis seiner Prüfungsleistung durch Täuschung oder durch Nutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die Prüfung als ”fail/nicht bestanden (4,1 - 5,0)”. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss bestimmen, dass eine Wiederholung nicht möglich ist.

(4) Der Prüfling hat das Recht, innerhalb von acht Wochentagen die Entscheidungen nach den Abs. 1 und 3 vom Prüfungsausschuss überprüfen zu lassen. Dazu ist ein schriftlicher Antrag zu stellen.

(5) Der Prüfungsausschuss ist verpflichtet, dem Prüfling belastende Entscheidungen unverzüglich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. In den Fällen, die in den Abs. 1 und 3 ausgeführt sind, soll der Prüfling vom Prüfungsausschuss angehört werden.


 

Teil III

 

§ 22 Benotungen

 

(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüferinnen oder Prüfern festgesetzt. Für die Bewertung der Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:

1         = sehr gut

           = eine hervorragende Leistung;

2         = gut

           = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;

3         = befriedigend

           = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;

4         = ausreichend,

= eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;

5         = nicht ausreichend

= eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr ge-
    nügt.

Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können einzelne Noten um 0,3 auf Zwischenwerte angehoben oder abgesenkt werden; die Noten 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.

(2) Besteht eine Modulprüfung aus mehreren Teilprüfungen, errechnet sich die Note als das mit Studienpunkten gewogene arithmetische Mittel (dem Durchschnitt) der Noten der einzelnen Teilprüfungen. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle nach dem Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Die Note lautet:

Bei einem Durchschnitt bis einschließlich 1,5 = sehr gut

bei einem Durchschnitt von 1,6 bis einschließlich 2,5 = gut

bei einem Durchschnitt von 2,6 bis einschließlich 3,5 = befriedigend

bei einem Durchschnitt von 3,6 bis einschließlich 4,0 = ausreichend

bei einem Durchschnitt ab 4,1 = nicht ausreichend.

(3) Für die Umrechnung in eine ECTS-Notenskala ist folgende Zuordnungsvorschrift zu verwenden:


 


ECTS-Grade

Deutsche

Note

ECTS-Defi­nition

Deutsche Überset­zung

 

 

 

 

A

1,0 – 1,5

excellent

hervorragend

B

1,6 – 2,0

very good

sehr gut

C

2,1 – 3,0

good

gut

D

3,1 – 3,5

satisfactory

befriedigend

E

3,6 – 4,0

sufficient

ausreichend

FX/F

4,1 – 5,0

fail

nicht bestanden

 

§ 23 Begründungspflicht von Prüfungsentscheidungen; Gegenvorstellungsverfahren

 

Für die Begründungspflicht von Prüfungsentscheidungen und das Gegenvorstellungsverfahren wird auf § 27 der Allgemeinen Satzung für Studien- und Prüfungsangelegenheiten der HU verwiesen.

 

§ 24 Bildung der zusammengefassten Gesamtnote der Bachelorprüfung unter Berücksichtigung des Kernfaches, Zweitfaches und der Berufswissenschaften/berufs(feld)-bezogenen Zusatzqualifikation

 

(1) In die Gesamtnote für Mathematik als Kernfach gehen die Noten der Module 1, 2 (falls gewählt), 3, 4 (falls gewählt), 5 und 9 sowie die Noten für den mathematischen Anteil an den Modulen 6, 7 und 8, gewichtet nach den jeweils zu erbringenden Studienpunkten, ein.

(2) In die Gesamtnote für Mathematik als Zweitfach gehen die Noten der Module 1, 3 und 5 sowie die Noten für den mathematischen Anteil an den Modulen 6, 7 und 8, gewichtet nach den jeweils zu erbringenden Studienpunkten, ein.

(3) In die Gesamtnote für Didaktik der Mathematik der Berufswissenschaften gehen die Noten des Teilmoduls Einführung in die Mathematikdidaktik, die Noten für den mathematikdidaktischen Anteil an den Modulen 6, 7 und 8 und Modul 10 (falls gewählt) ein.

(4) Zur Ermittlung einer zusammengefassten Gesamtnote für alle Prüfungsteile (einschließlich der Bachelorarbeit) des Bachelorstudiengangs Mathematik (mit Lehramtsoption) werden die jeweiligen Noten mit der Zahl der Studienpunkte multipliziert, dann addiert und durch die Summe der einbezogenen Studienpunkte dividiert. Die Modulnoten der Berufswissenschaften und ggf. der berufs(feld)bezogenen Zusatzqualifikation gehen gewichtet nach Studienpunkten in die zusammengefasste Gesamtnote ein. Bei der Ausweisung des Notenwertes wird nur die erste Stelle hinter dem Komma berücksichtigt. Die Gesamtnote wird vom Prüfungsausschuss oder dem Prüfungsamt errechnet.

(5) Das Bachelorstudium gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn mindestens die Gesamtbe­notung ”sufficient/ausreichend (3,6 - 4,0)” erreicht worden ist.

 

§ 25 Zeugnis und „Diploma Supplement“

 

(1) Nach der Bildung der Gesamtnote wird vom Prüfungsausschuss/Prüfungsamt innerhalb einer Woche ein Zeugnis ausgestellt. In diesem werden ausgewiesen:

– die studierten Module nach Kernfach und Zweitfach geordnet (einschließlich der Berufs-
    wissenschaften/berufs(feld)bezogenen Zusatzqualifikation),

– die jeweils erbrachten Studienpunkte,

– die Noten für die Module,

– das Thema der Bachelorarbeit und ihre Benotung sowie

– die Gesamtnote.

(2) Alle Noten werden numerisch (ECTS-Grade und Deutsche Note) und verbal (ECTS-Definition und deutsche Übersetzung) ausgewiesen.

(3) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfung erbracht worden ist. Es ist von der Dekanin oder dem Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät II sowie von der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterschreiben und mit dem Siegel der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät II zu versehen.

(4) Als Zusatz zum Zeugnis gibt das „Diploma Supplement“ in standardisierter englischsprachiger Form ergänzende Informationen über Studieninhalte, Studienverlauf, die mit dem Abschluss erworbenen akademischen und beruflichen Qualifikationen und über die verleihende Hochschule. Auf Antrag des Prüflings wird zusätzlich eine Übersetzung des Zeugnisses in englischer Sprache und des „Diploma Supplement“ in deutscher Sprache ausgehändigt.

(5) Hat der Prüfling den Bachelorabschluss nicht erbracht, wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Leistungen und deren Noten sowie die noch fehlenden Leistungen enthält und erkennen lässt, dass der Bachelorabschluss nicht erreicht worden ist.

 

§ 26 Akademischer Grad und Urkunde

 

(1) Aufgrund des erfolgreichen Abschlusses des Bachelorstudiengangs Mathematik (mit Lehramtsoption) wird der Akademische Grad ”Bachelor of Arts (B. A.)” verliehen. Damit wird der erste berufsqualifizierende Abschluss erworben.

(2) Mit der Verleihung dieses Akademischen Grades wird eine Urkunde mit dem Datum der Ausstellung des Zeugnisses ausgehändigt. Die Urkunde ist in deutscher und englischer Sprache ausgestellt und trägt die Unterschrift der Dekanin oder des Dekans der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät II sowie die der Vorsitzenden oder des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und das Siegel der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät II.

 

§ 27 Ungültigkeit der Bachelorprüfung

 

(1) Hat der Prüfling bei einer der Prüfungen getäuscht und wird dieser Sachverhalt nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, kann der Prüfungsausschuss nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung der Prüfling getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Bachelorprüfung ganz oder teilweise als ”fail/nicht bestanden (4,1 - 5,0)” erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Prüfling hierüber täuschen wollte, und wird dieser Sachverhalt erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, ist diese Unzulässigkeit durch das Bestehen der Prüfung behoben. Hat der Prüfling die Zulassung zu einer Prüfung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, entscheidet der Prüfungsausschuss.

(3) Der Prüfling hat vor der Entscheidung des Prüfungsausschusses Gelegenheit zur Anhörung.

(4) Das unrichtige Zeugnis und die Urkunde sind einzuziehen, wenn eine der Prüfungen als ”fail/nicht bestanden (4,1 - 5,0)” erklärt wurde. Gegebenenfalls ist ein neues Zeugnis und eine neue Urkunde vom Prüfungsausschuss auszustellen.

 

§ 28 Einsicht in die Prüfungsakten

 

Innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Prüfungsverfahrens wird dem Prüfling auf Antrag in angemessener Frist Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten und in die Prüfungsprotokolle gewährt.

 

§ 29 In-Kraft-Treten

 

Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtlichen Mitteilungsblatt der Humboldt-Universität zu Berlin in Kraft.


 

Anlage 1         Übersicht über die Module und die dazugehörigen Modulabschlussprüfungen im Bachelorstudiengang Mathematik (mit Lehramtsoption)

 

Modul

SP für Mathematik

Modulabschlussprüfung

im Kernfach

Modul 1: Analysis I

10 + 4*

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%) oder

zweistündige Klausur (60%) und 20-minütige mündliche Prüfung (40%)

Modul 2#: Analysis II

10 + 4*

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%) oder

zweistündige Klausur (60%) und 20-minütige mündliche Prüfung (40%)

Modul 3: Lineare Algebra und Analytische Geometrie I

10 + 4*

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%) oder

zweistündige Klausur (60%) und 20-minütige mündliche Prüfung (40%)

Modul 4#: Lineare Algebra und Analytische Geometrie II

10 + 4*

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%) oder

zweistündige Klausur (60%) und 20-minütige mündliche Prüfung (40%)

Modul 5: Mathematik-orientierte Computernutzung

  6 + 4*

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%)

Modul 6: Elementargeometrie und ihre Didaktik

10

Zweistündige Klausur (100%) für den mathematischen Teil

Modul 7: Stochastik und ihre Didaktik

10

Zweistündige Klausur (100%) für den mathematischen Teil

Modul 8: Algebra/Zah-lentheorie und ihre Didaktik

10

Zweistündige Klausur (100%) für den mathematischen Teil

Modul 9: Bachelorarbeit

10

Bachelorarbeit (80%) und halbstündige mündliche Verteidigung der Arbeit (20%)

im Zweitfach

Modul 1: Analysis I

10 + 4*

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%) oder

zweistündige Klausur (60%) und 20-minütige mündliche Prüfung (40%)

 


 

Modul 3: Lineare Algebra und Analytische Geometrie I

10 + 4*

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%) oder

zweistündige Klausur (60%) und 20-minütige mündliche Prüfung (40%)

Modul 5: Mathematik-orientierte Computernutzung

  6 + 4*

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%)

Modul 6: Elementargeometrie und ihre Didaktik

10

Zweistündige Klausur (100%) für den mathematischen Teil

Modul 7: Stochastik und ihre Didaktik

10

Zweistündige Klausur (100%) für den mathematischen Teil

Modul 8: Algebra/Zah-lentheorie und ihre Didaktik

10

Zweistündige Klausur (100%) für den mathematischen Teil

in den Berufswissenschaften/der berufs(feld)bezogenen Zusatzqualifikation

Modul: Allgemeindidaktische und lernpsychologische Grundlagen und Einführung in zwei Fachdidaktiken

2

Zweistündige Klausur (100%) oder

halbstündige mündliche Prüfung (100%) für den mathematikdidaktischen Teil

Modul 6: Elementargeometrie und ihre Didaktik

2

20-minütige mündliche Prüfung (100%) für den mathematikdidaktischen Teil

Modul 7: Stochastik und ihre Didaktik

2

20-minütige mündliche Prüfung (100%) für den mathematikdidaktischen Teil

Modul 8: Algebra/Zah-lentheorie und ihre Didaktik

2

20-minütige mündliche Prüfung (100%) für den mathematikdidaktischen Teil

Modul 10#: Praktikumsvorbereitung und Unterrichtspraktikum Mathematik

10

keine

 

* Die vier Studienpunkte werden vergeben, wenn das berufsbezogene Fachseminar innerhalb des Moduls belegt wird.

 

# Von den drei markierten Modulen sind zwei innerhalb des Bachelorstudiums und das verbleibende innerhalb des Masterstudiums zu studieren.


Anlage 2

 

Diploma Supplement

 

 

1. Inhaber der Qualifikation

 

1.1.   Name, Vorname:

 

 

1.2.   Geburtsdatum, -ort, -land:

 

 

1.3.   Matrikelnummer:

 

 

 

2. Angaben über die Ausbildung

 

2.1. Erworbener Hochschulgrad:

 

 

2.2. Schwerpunkte der Ausbildung:

 

 

2.3. Ausbildungsinstitution:  

 

 

2.4. Ausbildungssprache:

 

 

2.5. Art der Ausbildung:                

 

 

2.6. Ausbildungsdauer:                   ...... Semester bei ........ Semestern Regelstudienzeit

 

 

2.7. Zulassungsvoraussetzungen:     

 

 

 

3. Inhalte und Ergebnisse der Ausbildung

 

3.1. Studieninhalte:

 

 

3.2. Ergebnis der Ausbildung:

siehe Prüfungszeugnis

 


3.3. Notenskala und Notenverteilung (bezogen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Studienganges):

 

Note

Anzahl der Absolventen

1,0 bis 1,5

A

hervorragend (excellent)

 

1,6 bis 2,0

B

sehr gut (very good)

 

2,1 bis 3,0

C

gut (good)

 

3,1 bis 3,5

D

befriedigend (satisfactory)

 

3,6 bis 4,0

E

ausreichend (sufficient)

 

4,1 bis 5,0

F

nicht bestanden (fail)

 

 

 

3.4. Weitere wissenschaftliche Qualifikationsmöglichkeiten:

 

 

3.5. Berufliche Qualifikation:

 

 

3. 6. Weitere Informationen:

 

 

3.7. Bescheinigungen:

Das Diploma Supplement nimmt Bezug auf folgende Dokumente:

Urkunde über die Verleihung des Hochschulgrades vom ............................

Prüfungszeugnis vom .................................

 

 

 

 

Berlin, den _____________________                    _________________________________

                                                                           

                                                                            Vorsitzende/r des Prüfungsausschusses

 

                                                      (Stempel/Siegel)


Diploma Supplement

 

1.     Holder of the Qualification

 

1.1.            Family Name, First Name:

 

 

1.2.            Date, Place, Country of Birth:

 

 

1.3. Student Identification Number:

 

 

 

2.     Qualification

 

2.1. Awarded Degree:

 

 

2.2. Main Field(s) of Study:

 

 

2.3. Institution Awarding the Qualification: (in original language)

 

 

         Status (Type/Control):

       University/State Institution

 

 

2.4. Language(s) of Instruction/Examination:

 

 

2.5. Kind of qualification:              

 

 

2.6. Official Length of Program:                 

 

 

2.7. Access requirements:    

 

 

 

3.     Contents and Results gained

 

3.1 Mode of Study:

(f.e. Full-time)

 

 

3.2. Program Requirements:

 

 

3.3. Program Details:

See Transcript for list of courses and grades; and „Prüfungszeugnis“ (Final Examination Certificate) for subjects offered in final examinations (written and oral), and topic of thesis, including evaluations.

 

3.4. Grading scheme and grading distribution (referring to participants of the program):

 

Grades

Number of participants

1,0 bis 1,5

A

excellent

 

1,6 bis 2,0

B

very good

 

2,1 bis 3,0

C

good

 

3,1 bis 3,5

D

satisfactory

 

3,6 bis 4,0

E

sufficient

 

4,1 bis 5,0

F

fail

 

 

 

 

4.     Function of the qualification

 

4.1. Access to Further Study:

 

 

4.2. Professional qualification:

 

 

 

5.     Further Information

 

 

 

6.     Certification

This Diploma Supplement refers to the following original documents:

Urkunde über die Verleihung des ................. (date)

Prüfungszeugnis (date)

Transkript (date)

 

 

 

 

 

 

Certification Date:.......................                          ________________________________

                             

                                                                                                          Chairman

                                                                                                          Examination Committee

 

(Official Stamp/Seal)

 

 



[1] Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat die Prüfungsordnung am 10.09.2004 befristet bestätigt und am 18.08.2005 die Befristung um ein Jahr verlängert.